Herausforderungen gemeistert

VLN8D1Im bisherigen Saisonverlauf hatte das in Döttingen beheimatete rent2Drive-racing Team eher Wochenenden, die weitgehendst nach Plan verliefen. Doch beim 8. Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) war alles anders.

 

Zunächst mal freute sich das gesamte Team,‎ dass der beliebte Aston Martin Vantage mit Dmitriy Lukovnikov wieder am Start war.‎ Er wurde in diesem Rennen von Stefan Müller unterstützt, der noch beim 6h-Rennen einen tollen Job im Cup Porsche absolviert hatte.

 

Obwohl Teamchef David Ackermann den Boliden eine Woche vorher ausgiebig getestet hatte, blieb Dmitriy im freien Training nach wenigen Runden stehen. Wie sich später herausstellte, war es nur eine Sicherung, aber die Testfahrten war hin. Im Qualifying passierte wieder ein Defekt, der die Hoffnung auf ein vernünftiges Rennen stark in Frage stellte. Dieses verlief jedoch völlig unspektakulär und die beiden Fahrer kamen nach einer fehlerfreien Fahrt auf einem ordentlichen 3. Platz in der Klasse SP10 ins Ziel.

 

Auch der BMW M3 kämpfte mit ein paar technischen Problemen, die die Mechaniker-Crew jedoch schnell im Griff hatte. Auf der "Bestie" fuhr in diesem Rennen eine sehr interessante Besatzung. Neben dem Briten Hugh Buckley, der bereits einige 24h-Rennen auf der Nordschleife absolviert hat, startete der Japaner Yoshinobu Koyama sein erstes VLN-Rennen.

Mit einer Rundenzeit von 9.52 min. setzte dieser aber eine Ausrufezeichen in der stark besetzten Klasse V5. Diese Rundenzeit wurde nur noch von seinem Partner Kota Sasaki, dem ehemaligen Champion der japanischen GT-Serie und aktuellem Werksfahrer, mit einer Zeit von 9.40 min. unterboten. Final erreichte man zwar nur den undankbaren 7. Platz in der Klasse, aber hier wäre ganz klar mehr möglich gewesen.

 

Die Geschichte des Cup-Porsche in der Klasse SP6 ist schnell erzählt. Feierten die Fahrer Carsten Welschar, Jörg Wiskirchen und David Ackermann nach dem Qualifying noch die Poleposition in der Klasse, so musste Startfahrer Carsten Welschar den Porsche bereits nach der ersten Runde mit Getriebeschaden abstellen.

 

VLN8D4Das Highlight des Wochenendes betrifft den Renault Megane RS. Diesen musste man nach dem freien Training mit Getriebeschaden abstellen. Aufgeben kam jedoch nicht in Frage. Der Renault-Händler Patrik Kirfel erklärte sich bereit, ein neues Getriebe einzubauen. So stand der Renault pünktlich zum Qualifying wieder in der Box. Doch das Drama war noch nicht vorbei. Aus noch nicht geklärt Gründen funktionierte der 5. Gang nicht. Wiederum erklärte Kirfel sich bereit, um das Unmögliche möglich zu machen. Nach dem Training um 10.00 Uhr wurde das Auto ‎nach Adenau in die Werkstatt gebracht und pünktlich, als die dritte Start Gruppe die Ziellinie zum Start überquerte, stand der Renault mit einem neuen Getriebe in der Box. Die Fahrer Andrei Sidorenko, Axel Jahn und Florian Quante schafften es, mit einer perfekten und vor allem schnellen Fahrt vom letzten Platz auf einen sensationellen 2. Rang vorzufahren.

 

"Soviel Action brauche ich nicht jedes Wochenende", so Teamchef David Ackermann nach dem Rennen. "Aber die Moral, die das gesamte Team bewiesen hat, ist einfach nur großartig und entschädigt alles."

 

Fotos: Diana Rohmann

 

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