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Freud und Leid im Prestigerennen

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DSC 5192Keine Frage: Für das Team rent2Drive-racing war das Prestige-Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) ein Erfolg. Auch wenn Teamchef David Ackermann ein Fahrzeug durch Unfall verlor – mit dem anderen fuhr man auf Rang drei der Klasse. Nach sechs Stunden Renndistanz mehr als nur ein Achtungserfolg.

Mit 17 Startern war die Klasse V6 auch beim Saisonhöhepunkt der VLN, dem 6h-Rennen, am vergangenen Wochenende sehr stark besetzt. Dass ein schwieriges Rennen bevorstand, zeigte das hohe Leistungsniveau schon im Training: Die von Jens Riemer (Espelkamp) herausgefahrene Zeit von 9:31 Minuten für die knapp 25 Kilometer lange Runde reichte am Ende „nur“ für Startplatz sieben der Klasse. Nicht weit davon entfernt die Rundenzeiten der beiden anderen Fahrer Michael Küchenmeister (Ibbenbüren) und David Ackermann (Döttingen). Teamchef Ackermann war dennoch mit der Leistung zufrieden und bestätigte nach dem Training: „Es wird ein hartes Rennen und es gibt einige potentielle Siegesanwärter. Der Startplatz ist bei sechs Stunden Renndauer nicht wirklich von Bedeutung, ohne Probleme durchfahren ist die Lösung zum Erfolg. Und dieses Rezept soll bei uns zum Tragen kommen.“ Der Trainingsschnellste Riemer saß als erster hinter dem Volant des BMW M3. Sieben fehlerfreie Runden folgten – und in seinem zweiten Umlauf entschied er mit einer Zeit von 9:30 Minuten das teaminterne Duell frühzeitig für sich. Im Laufe seines Stints konnte er sich einige Plätze vorarbeiten, ehe er den Wagen an seinen Teamchef David Ackermann übergab. Ackermann konnte nahtlos an die gute Vorarbeit anknüpfen und ebenfalls Positionen gut machen. Die Reihe war nun an Michael Küchenmeister: Der erfahrene Pilot kam auf Anhieb gut mit dem für ihn fremden Fahrzeug zurecht und spulte seinen Stint schnell und souverän ab. Nach sechs Stunden hatte rent2Drive-racing mit dem V6-BMW M3 37 Runden absolviert und einen erstklassigen dritten Platz der Klasse V6 eingefahren.

Internationales Team stolpert über Technik

wroeder rent7Lauf 1003Das zweite Auto von rent2Drive-racing war international besetzt. Neben Stammfahrer Andrei Sidorenko (Russland) griffen Takumi Takata und Kota Sasaki (beide Japan) ins Volant des BMW M3, der in der Klasse V5 an den Start ging. Auch in dieser Klasse lagen schon im Training die Zeiten sehr dicht beisammen, am Ende gelang es Kota Sasaki die schnellste Trainingsrunde auf dem rent2Drive BMW zu drehen. Die schnelle Fahrt kam nicht von ungefähr: Zum einen nahm der Japaner am diesjährigen 24h-Rennen auf dem Nürburgring teil, zum andern ist er in seiner Heimat ein Profirennfahrer, der in den Serien Super GT und Class GT300 an den Start geht. Seine überzeugende Trainingsvorstellung sicherte ihm auch den ersten Stint beim 6h-Rennen. Er machte alles richtig, hielt sich aus den Gefechten der ersten Kurven raus und konnte sich im Pulk der V5-Autos behaupten. In Runde fünf lieferte er mit 9:58 Minuten die schnellste Zeit ab, in Runde zehn übergab er den Wagen an seinen Landsmann Takumi Takata. Mit neuen Reifen ging der Japaner auf die Piste, drehte sich bereits nach wenigen Metern. Zwar schlug er bei seinem Dreher nicht ein, rutschte aber derart unglücklich über die Streckenbegrenzung, dass der Ölkühler Schaden davon trug. Takata blieb nichts anderes, als den Wagen abzustellen, um so schwerwiegendere Folgeschäden zu vermeiden. Ackermann zum Ergebnis: „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser internationales Trio so frühzeitig ausschied. Für unseren E46 sind wir natürlich überglücklich, im Prestigerennen den dritten Platz eingefahren zu haben. Die gesamte Crew hat wie immer einen astreinen Job gemacht. Danke an alle!“

Foto: Werner Röder